Gedanken

Mutter-Tochter-Glück... oder doch mehr ein Alptraum?

Ich kenne in meinem Bekannten- und Freundinnenkreis keine einzige Frau, die von sich aus sagt: “Ich wäre gerne wie meine Mutter!“ Erst in späteren Jahren konnte diese Beziehung ausgeheilt werden und bei einigen Frauen, leider nie. Weshalb ist diese Beziehung so aufgeladen? Dabei ist es doch etwas Besonderes, wenn eine Frau eine Frau gebiert! Ich möchte euch dazu eine Geschichte erzählen.

Es war einmal… 

Eines morgens ging ich ins Bad um meine Morgentoilette zu verrichten.
Ich wusch mein Gesicht und schaute in den Spiegel. Da war er wieder, der Traum der mich so „erschlagen“ und nachdenklich aufwachen ließ. „Spieglein, Spieglein an der Wand“, hörte ich es in mir sagen. Was soll das bedeuten? In meinem Kopf waren auf einmal Bilder meiner Ahninnen, meine verstorbene Tochter, meine Oma, meine Tante und meine Mutter. Wirre Gedanken kreisten im Kopf und die Tränen kullerten drauf los. Was will mir mein Unterbewusstsein oder mein Überbewusstsein da mitteilen?

So ging ich in meine Lieblingsbuchhandlung und ein Exemplar von der tiefenpsychologischen Deutung des Märchens „Schneewittchen“ fand den Weg zu mir. So viele Erkenntnisse, bewegende und berührende! Wie oft wurde und wird der „vergiftete“ Apfel von Generation zu Generation weitergegeben!? Welch‘ große Erwartungen – unerfüllbar – sollen Töchter erfüllen? Sie nehmen uns die Luft, den Raum zum Atmen, machen uns Mundtot unser eigenes Leben zu leben.

Seit 2007 beschäftige ich mich mit Märchen – sie waren niemals Kinderkram, sondern dienten zur Erwachsenenbildung. Ihr Ursprung ist so alt wie die Menschheit selbst und zeigen die menschlichen Aufgaben im Leben, welche erlöst werden möchten.  Jeder trägt in sich die Prinzessin – weiblicher Anteil – und den Prinz – männlicher Anteil. Wenn sie im Gleichgewicht sind, haben wir uns zum König oder zur Königin ermächtigt. Sie wurden ausschließlich mündlich an Weise weitergegeben, erst als sie verschriftet wurden, wurden sie unabänderlich, weshalb sie als nicht mehr zeitgemäß abgestempelt wurden. Dabei hat sich doch – von Damals – nichts geändert. Jeder muss sich von den Eltern lösen, Liebe finden, Aufgaben bestehen. Sie sprechen in Bildern zu uns – wie in den Träumen – und wenn wir diese Bilder deuten, sind sie gar nicht brutal oder garstig. Bist du neugierig geworden und möchtest mehr über Mutter-Tochter und dem Märchen „Schneewittchen“ erfahren, dann melde dich an für ein Coaching-Gespräch. 

Autorin: Karin Günana