Blogbeiträge

Unser Alltag mit der Arbeit für scatach's Traumweberei...

Hier findet ihr Beiträge darüber, was uns gerade beschäftigt, worüber wir nachdenken und woran wir gerade arbeiten. 

Blogbeitrag von Anja

Da wollen wir Frauen von scatach uns treffen, um weiter an unseren Träumen zu weben und was entdecke ich im Garten, vier Igelbabys. Schaut mal wie süß!!

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    Blogbeitrag von Andrea

    Mein Kopf quillt über vor neuen Ideen. Ständig. Er ist nicht zu bremsen. Aber ich habe mir vorgenommen, zuerst Altes gehen zu lassen. Sonst bin ich im Chaos. Das bin ich eigentlich schon, seid ich mich kenne. Und es ist nicht besser geworden in all den Jahren. Also ist mir Ordnung seeehr wichtig. Allerdings kostet die Zeit. Also habe ich vor längerer Zeit begonnen, mich von vielen Dingen zu trennen. Ich habe mir vorgenommen, pro Woche 10 Dinge zu verschenken, zu recyclen, weg zu werfen. Warum zum Teufel habe ich noch so viele Dinge? Brauche ich die wirklich?

    Ich bekomme jede zweite Woche Geschenke. Das ist süß. Es sind Sachen, die von dankbaren Menschen von Herzen kommen. Ich schätze es unglaublich. Aber sie boykottieren meinen Versuch, mich zu befreien. So habe ich jetzt ein Kamel im Wohnzimmer stehen. Kein echtes, zum Glück. Es sieht wirklich süß aus.

    Nun habe ich drei Bilder, die ich vor Jahren bekommen habe, verschenkt. Sie sind auf einer Krankenhausstation gelandet und ich freue mich sehr, wenn sich jetzt viele Menschen daran erfreuen können. Allerdings habe ich als Gegengeschenk einen Sack Schokolade bekommen. Seufz. Wenn ich die wieder weiterschenke, was kommt dann zurück?

    Ich weiß, jammern auf hohem Niveau und gleichzeitig eine Erinnerung an den großen Reichtum, der uns umgibt. Wenn wir loslassen, was wir nicht mehr benötigen, kommt immer etwas zurück. Wenn wir geben, egal auf welcher Ebene, werden wir beschenkt.

    In meinem Kopf, aber auch in meinem Garten herrscht Chaos. Nicht aufgeräumt und wild wuchernd. Dafür ist der Garten voller Vögel, Insekten, Blumen und sechs Igel. Es hat sich herumgesprochen, dass bei mir Reichtum herrscht. Reichtum an Futter, Verstecken, Spielplätzen, Sonnen- und Schattenstellen. Ich vergesse bei allem Ordnung schaffen nicht, dass Chaos gleich Reichtum ist und der Ort, aus dem das Leben entsteht.

    Ich bin dankbar!

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      Blogbeitrag von Andrea

      Lebensumstellung (Die einzige Konstante im Leben ist Wandel)

      Neben Chaos und Ordnung beschäftige ich mich gerade damit, meine vegetarische Ernährung auf vegan umzustellen. Und mit der „zero waste“ – Bewegung. Ersteres ist nicht schwierig, zweiteres stellt mich vor eine ziemliche Herausforderung. Familie, 40-Stunden-Job, Haus und Garten, Tiere, normale soziale Kontakte sind NICHT kompatibel mit zero waste, zumindest nicht sofort. Denn das heißt auch, genau vorzuplanen (nicht vor Geschäftsschluss noch schnell in den Supermarkt, um Abendessen und Katzenfutter einzukaufen), täglich zu kochen und vorzukochen.

      Ok, nicht lange rumgelabbert:

      Ich versuche, einen Wochenkochplan zu machen. Ich nehme mir Zeit, (vegane) Rezepte, die allen schmecken könnten, zusammen zu suchen und schreib eine Einkaufsliste. Ich checke, was noch da ist und besorge die Lebensmittel. Der Vorteil vom Landleben ist, dass ich eine Permakultur ums Eck habe, wo ich mir billig und in Selbstbedienung Obst und Gemüse holen kann. Daher habe ich heuer im Garten außer Kräutern, pflegeleichten Topinambur und Pilzen nichts angebaut.

      Ich liebe es, zu kochen und mache das im Voraus für die Tage, an denen ich arbeite. Ich gehe nur mehr einmal pro Woche einkaufen und das zu Fuß (ist doch eine halbe Stunde hin und eine halbe zurück), mit Rucksack. Da hat nicht so viel Platz, also beschränke ich mich auf das Wesentliche (kennt Ihr das? Frau oder man geht wegen einem Stück ins Geschäft und kommt mit 10 raus? Nein? Toll)

      Das ist mein erster Schritt. Bevor das jetzt nicht total passt, mache ich keinen weiteren. Umstellung dauert eben.

      Zum Aufräumen und Chaos beseitigen: letztes Wochenende haben mir liebe Leute geholfen, das Werkzeug auszusortieren (hat sich von 4 Haushalten zusammengesammelt, doppeltes habe ich verschenkt, und einen Kübel Kleineisen entsorgt) und Lavendel (ich hab ganz viel davon) geschnitten. Nun hängen im ganzen Haus die Bündel zum Trocknen und es riecht unglaublich gut. Es macht einfach echt Spaß, wenn mehrere Hände zugreifen. Leute, tuts Euch zamm!

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        Blogbeitrag von Marlene

        Als es begann, für mich nach und nach leichter zu werden.

        Früher, vor allem in meiner Kindheit, habe ich oft Listen geschrieben, die voll waren von Dingen, die ich ändern, oder an denen ich arbeiten „muss“. Ich hatte Vorstellungen davon, wie etwas zu sein hätte und habe viel Zeit und Energie aufgewendet, um endlich ein bisschen zufriedener zu werden.
        Heute weiß ich: Dieses ständige Suchen nach Zufriedenheit hat mich noch unglücklicher werden lassen.

        Langsam – aber nach und nach – komme ich immer mehr dahin, dass ich „einfach sein kann“ und die Dinge in meinem Leben geschehen lassen kann und ich sage euch: Es ist sehr befreiend! Manchmal frage ich mich, womit diese Entwicklung zu tun hat. Und sehr oft fällt mir dann die eine, oder andere Zeile aus dem bekannten Gedicht von Charlie Chaplin ein:

        Als ich mich selbst zu lieben begann,
        habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
        zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles,
        was geschieht, richtig ist.
        Von da an konnte ich ruhig sein.
        Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

        Als ich mich selbst zu lieben begann,
        konnte ich erkennen,
        dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind,
        gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
        Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

        Als ich mich selbst zu lieben begann,
        habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen,
        dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
        Heute weiß ich, das nennt man REIFE.

        Als ich mich selbst zu lieben begann,
        habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
        und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
        Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
        was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
        auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
        Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

        Als ich mich selbst zu lieben begann,
        habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
        Anfangs nannte ich das Gesunden Egoismus,
        aber heute weiß ich, das ist SELBSTLIEBE.

        Als ich mich selbst zu lieben begann,
        habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
        so habe ich mich weniger geirrt.
        Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

        Als ich mich selbst zu lieben begann,
        habe ich mich geweigert,
        weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen.
        Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick,
        wo ALLES stattfindet,
        so lebe ich heute jeden Tag und nenne es BEWUSSTHEIT.

        Als ich mich zu lieben begann,
        da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann.
        Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
        Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.

        Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
        Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
        denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten.
        Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN!

         

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          Blogbeitrag von Michael

          Spielt es eine Rolle, ein Leiberl zu haben?

          Beim Durchstöbern meines Kastens stieß ich auf die textilgewordenen Artefakte einiger Rollen, die ich im Laufe der Zeit bekleidet habe und teilweise immer noch einnehme. Kleider machen Leute und helfen, sich in Gruppen, in Berufen, in sozialen Systemen zu identifizieren. wer ist Freund, wer ist Feind? Ein Leiberl haben, bedeutet auf Wienerisch, dazu zu gehören oder bei jemandem Anklang zu finden. Kleidung kann für Klarheit und Zusammenhalt in Gruppen sorgen, lässt wie bei Uniformen oder Mannschaftstrikots aber auch erkennen: bist du einer von unserer Bande oder gehörst du zu den anderen.  Aus Spiel wird manchmal Ernst, wenn man das falsche oder kein Leiberl hat….

          Welche Rollen spielst Du? Werden dir Rollen zugeschrieben, nimmst du selbst welche ein, bewusst oder unbewusst? Magst du die Rolle, ist es ein Drama, identifizierst du dich damit, was auf dem Leiberl steht, letztlich: schreibst du dir dein Drehbuch selbst? Wer bist du in deiner vulnerablen Nacktheit?

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            Blogbeitrag von Marlene

            Es herbstlt. Und ich finde es schön.

            Ich mag den Herbst so gerne, sodass ich ihm einen eigenen Blogbeitrag widmen möchte. Wenn die Tage nach und nach kürzer werden, die Temperaturen allmählich zu sinken beginnen und die Blätter sich langsam anfangen zu verfärben, dann „herbstlt“ es, wie ein guter Freund und ich so gerne sagen. Viele wollen das gar nicht hören, denn der Herbst bedeutet zugleich auch, dass man zugeben muss, dass der Sommer sich dem Ende neigt. Viele Menschen verbinden mit dem Sommer Freizeit, Urlaub. Für mich war das immer schon anders. Ich persönlich habe den Sommer mit viel Arbeit verbunden und verbinde es immer noch. Was nicht weiter schlimm war und ist. Der Herbst war im Gegenzug dazu für mich schon immer etwas Besonderes. Jeder Mensch versteht den Herbst anders.
            Einige sehen in ihm nur den Verfall, das Triste,… ich sehe in ihm ein Zur Ruhe kommen der Natur, die Möglichkeit zur Regeneration. Ich sehe ihn als Voraussetzung dafür, dass die Natur nach dem Winter wieder in voller Blüte erwachen kann. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich mag den Herbst, weil er für mich ein „sich erholen dürfen“ repräsentiert, ein „Zur Ruhe kommen“ und ein „Sich Vorbereiten auf das Neue“.

            „Denn was ist Schönheit, wenn nicht das von uns erblickte Spiegelbild einer außerordentlichen Freude der Natur, darüber dass eine neue fruchtbare Möglichkeit des Lebens entdeckt ist?“
            -Friedrich Nietzsche

             

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              Blogbeitrag von Andrea

              Ja, der Wandel und die Freude und das Leid

              Es passiert ständig viel. Eigentlich wollte ich vom Abenteuer mit meinen Enkelbuben berichten. Das erste Lagerfeuer, die erste Nacht, die ich gemeinsam mit ihnen im Freien verbracht habe beim Sternschnuppen schauen. Es war so fein mit ihnen. Und von der Feigenernte. Aber dann hat mich der Krieg in Afghanistan wieder eingeholt. Ich arbeite mit schwer traumatisierten Menschen, die vom Krieg kommen und nun um ihre Angehörigen bangen. Da wird mir das Herz schwer. Alles ist so nah beieinander, die Schönheit der Natur und gleichzeitig das Wissen um ihre Vernichtung, die Freude und das Lachen meiner zwei kleinen Enkelbuben und das Wissen um die Grausamkeit an Kindern in den Lagern und Kriegsgebieten, die Pandemie, die nicht enden will, die angenervten und angespannten Menschen, die viele Gewalt (ich war bei einem Messerattentat in Wien unmittelbar dabei) und grad jetzt würde ich mich gerne verkriechen und nichts mehr mitbekommen. Ja, manchmal wird das alles zu viel. Also, was tun?

              Meinen Lieblingsduft in die Duftlampe.

              Meine Lieblingsmusik hören.

              Kuscheln.

              Bewusst die Schönheit suchen (von meinem Schreibtisch aus sehe ich den Vögeln zu, die sich in meinem verwachsenen Garten direkt vorm Fenster tummeln).

              Meine FreundInnen treffen und herumblödeln.

              Yoga machen.

              Es ist wieder einmal viel los, um mich herum und in mir. Also ist es wichtig, bewusst Auszeiten zu schaffen, um bei mir durch das Gestrüpp der Ereignisse anzukommen.

              Eine Übung, die ich mehrmals am Tag mache:

              Ich stelle mir bildlich vor, wie meine Energie in Form von Silberfäden hingeht, sich mit Menschen und Situationen verbindet. Dann hole ich diese Energiefäden wieder zu mir zurück, einen nach dem anderen, egal, ob schöne oder wenige schöne Ereignisse damit verbunden sind. Ich brauche alle Energie jetzt bei mir, um voll und ganz im Moment zu sein. Und dann erkenne ich, dass es mir jetzt gut geht, dass ich von Schönheit umgeben bin. Und das hilft mir, in diesem Moment voll und ganz da zu sein, für mich, für andere. Und es hilft mir, Schönheit um mich zu schaffen.

               

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                Blogbeitrag von Anja

                Hallo ihr Lieben,

                mein Urlaub klingt langsam aus und ich werde weiter an meinen Podcasts arbeiten, nachdem ich im Urlaub mit meinen Enkeln viele Impulse und Anregungen bekommen habe und einen nuen Erdenbürger begrüßen durfte.

                Aber als erstes wollte ich mir heute noch ein bisschen Entspannung und Anregung im Wald holen. Und die Natur hat mich reich beschenkt, seht die Pilze auf den Fotos und die Schönheit der Natur. Da öffnet sich mir das Herz und ich freue mich an der Freigiebigkeit des Waldes. Auf der anderen Seite sehe ich die Menschen, die diese Gelegenheit nutzen und die Natur plündern. Es reicht ihnen leider nicht für den eigenen Bedarf die Früchte des Waldes zu genießen. Nein es wird so viel geholt, dass es verkauft oder weggeworfen wird. Auch die „Reste“ der Ernte lassen auf wenig Verständnis für die Natur schließen. Ich wünsche mir mehr Achtsamkeit, damit begründet sich auch Nachhaltigkeit, damit wir nächstes Jahr und unsere Kinder in 5 Jahren und unsere Enkel in 10-15 Jahren sich noch immer an der Großzügigkeit der Natur und ihren Früchten erfreuen können.

                In diesem Sinne wünsche ich euch schöne Erlebnisse in der Natur und genießt den Herbst mit allem was er uns schenkt.

                Liebe Grüße Anja

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                  Blogbeitrag von Anja

                  Hallo ihr Lieben,

                  sicher habt ihr schon gedacht: „Was soll das denn für ein Foto sein?“ Ich werde euch das Geheimnis lüften. Meine lieben Kolleg*Innen haben mich bei der Produktion meiner Podcasts fotografiert, weil wir euch ja an unserer Arbeit für scatach‘s Traumweberei teilhaben lassen wollen. Nun dazu, wo ich bin und arbeite. Ich sitze in unserer Sauna (nicht geheizt) und spreche den vorformulierten Text auf. Jetzt fragt ihr euch sicher: „Warum in der Sauna?“

                  Ich habe verschiedene Möglichkeiten zur Vermeidung von Außengeräuschen ausprobiert. Das war die effektivste und einfachste Form, meine Podcasts ohne störenden Lärm aufzunehmen. Also deshalb sitze ich so warm angezogen in einer Sauna mit Laptop. Für euch sind wir immer aktiv und kreativ unterwegs und lassen euch teilhaben an unserem Arbeitsalltag! In diesem Sinne wünsche ich euch eine feine Zeit und ideenreiches tägliches Schaffen.

                  Eure Anja

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                    Blogbeitrag von Andrea

                    Persönlicher Jahresrückblick

                    Es war für mich ein toughes Jahr, voller Herausforderungen, Abschiede, neuen Erfahrungen.

                    Ich bin in das letzte Jahr hineingegangen, um abzuschließen, zu sichten und zu verabschieden, was nicht mehr zu mir gehört und um Dinge zu tun, die ich immer schon tun wollte. So bin ich viel gereist, gewandert.

                    Ich habe mich dem Igel zugewandt und siehe da, er ist in mein Leben gekommen. Ich wollte/will damit meinen Beitrag zum Schutz von bedrohten Tierarten leisten. Gerade hat mir ein Nachbar wieder ein Igelbaby gebracht, das nun in einem Korb in meinem Badezimmer wohnt, bis ich es zur Wildtieraufzuchtstation bringen kann. Wenn ich zurückdenke, wie hilflos ich Anfang des Jahres im Umgang mit verwaisten Igel war und wie routiniert mein Umgang nun ist, bin ich erfreut und erstaunt.

                    Ich habe mich auf Abschied konzentriert. Alles, was gehen sollte, weil es mir nicht dienlich ist, was mir nicht guttut, überholt ist, losgelassen werden soll und darf, soll gehen.

                    Vier Menschen aus meiner engeren und weiteren Familie sind mir in eine andere Welt vorausgegangen. Zum Teil war es ein sehr schmerzliches Erleben, was aber auch die Beziehung zu meinen Lieblingsmenschen gestärkt hat.

                    Im Prozess des Loslassens haben mich Menschen aus meiner Vergangenheit kontaktiert, Menschen, die mir einst wichtig waren. Mit Erstaunen habe ich beobachtet, wie deutlich mir meine innere Wahrheit gesagt hat, mich endgültig zu verabschieden, völlig ohne Wehmut. Und andere sind zurückgekommen, um wieder mein Leben zu bereichern. Es ist, als wäre seit unserem letzten Zusammentreffen keine Zeit verstrichen, auch wenn Jahreszehnte seit unserem letzten Treffen verstrichen sind.

                    Das Loslassen hat Freiraum geschaffen.

                    Wir gedenken am 31. Oktober unserer Vorfahren, ehren, wo wir herkommen, und stärken unsere Wurzeln. Wir sprechen aus, was wir hinter uns lassen, um offen zu sein für das Neue, das in unser Leben kommt.

                    Diesmal war der Übergang zum Weinen schön. Wir sind aus dem goldenen Licht der Sonne in den Nebel hineingegangen, ganz so, als würden wir durch die Schleier gehen, die die Welten trennen. Am Feuer haben wir unser Versprechen erneuert, füreinander da zu sein, komme was wolle. So gestärkt gehen wir in ein neues Jahr, das das Motto „Aufbruch in alte neue Welten“ trägt. Ich bin neugierig, wo das Leben mich hinträgt.

                     

                     

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                      Blogbeitrag von Andrea

                      Neues Jahr – Neue Abenteuer – Projekte

                      Heute möchte ich Euch drei Projekte vorstellen, für die ich mich engagiere.

                      1. Die Pfötchenhilfe Mistelbach
                      Der Katzenschutzverein kümmert sich vorrangig um Streunerkatzen, versorgt sie mit Futter und bei Krankheit medizinisch. Die Kastration von Streunern ist ebenfalls ein wichtiges Projekt. Pflegestellen für verwaiste Würfe, alte und kranke Tiere werden gesucht. Schon mit einem Beitrag von 6,–monatlich für Streunerkatzen und Patenschaften für kranke Tiere kann der Verein bei seiner wichtigen Arbeit unterstützt werden.

                      Nähere Informationen auf facebook unter Pfötchenhilfe Mistelbach oder www.pfoetchenhilfe.info

                      2. Die Lebensmittelrettung Österreich
                      Das ist eine gemeinnützige Organisation, die täglich tausende Tonnen Lebensmittel aus dem Einzelhandel in Wien und Umgebung einsammelt und sortiert.

                      Genießbare Ware wird an Sozialmärkte weitergegeben und in 7 Läden in Wien gegen sehr geringes Entgelt an ALLE weitergegeben. An bestimmten Plätzen wird direkt aus dem Lastwagen abgegeben.

                      Die Lebensmittelrettung freut sich immer um Mithilfe beim Sortieren der Lebensmittel. Ungenießbares kommt in die Biogaserzeugung.

                      Außerdem gibt es in der Prager Straße eine Küche, in der Gemüse und Obst verarbeitet wird. Hier ist ebenfalls Mithilfe gefragt. Ein wirklich tolles Projekt, wie ich finde.

                      Nähere Informationen auf facebook unter Lebensmittelrettung Österreich oder www.lebensmittelrettung.at

                      3. Eulen- und Greifvogelstation Haringsee
                      Bietet erste Hilfe für in Not geratene Wildtiere. Dorthin bringen wir die verwaisten Igelbabies und verletzten Vögel hin, die uns zugetragen werden.

                      Zurzeit befinden sich über 100 Igel in Pflege und entsprechend groß ist der Bedarf an Futter. Die Station nimmt gern Sach- oder Geldspenden.

                      Ihr findet nähere Informationen auf facebook oder unter www.eulen-greifvogelstation.at

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                        Blogbeitrag von Andrea

                        Heute mag ich Euch ein Gemüse vorstellen, dass wir sehr gerne in unserer Küche verwenden. Besonders lieben wir sie in Suppenform:

                        Topinambur

                        Den Namen „die Knolle für den Zuckerkranken“ verdankt Topinambur dem „Inulin“. Inulin ist ein löslicher Ballaststoff, der den Zuckerstoffwechsel kaum belastet. Es fördert die Verdauung, da es unverändert Magen und Dünndarm durchwandert.

                        Die verdauungsaktiven Enzyme können diese Stärke kaum aufspalten und man ist angenehm gesättigt, da die Magenwände sanft gedehnt werden. Hiermit ist auch gleich geklärt, warum Topinambur auch Schlankheitsknolle genannt wird. Durch ihr Quellvermögen entsteht ein angenehmes Sättigungsgefühl und wir können lernen auf unseren Körper zu hören, um eventuell unser Essverhalten zu ändern. In unserem Sprachraum benutzt man den unglücklich gewählten Begriff „Ballaststoffe“, die Natur jedoch stattet kein Lebensmittel mit (belastendem) Ballast aus. Faserstoffe (Fibre) tragen zusätzlich zur Bindung freier Gallensäure, sowie zur Senkung des Fettgehaltes von Körpergewebe bei.

                        Immer mehr Diabetiker schätzen die Wirkung der Topinambur-Knolle, da sie nur ein Viertel der Energie verbraucht, im Gegensatz zu vergleichbaren Kohlenhydraten (Zucker und Stärke). Inulin wird je nach Bedarf 80% zu Fruchtzucker und die restlichen 20% in Traubenzucker umgewandelt. Fruktose besitzt hohe Süßkraft, die dem Körper Energie zuführt, aber den Inulinhaushalt nicht belastet. Auch bei anderen Situationen, wo Stärke und Glukose eingespart werden sollen, ist Topinambur eine tolle Alternative.

                        Der an Diabetes erkrankte Mensch darf doppelt so viele Knollen essen, als ihm Kartoffeln erlaubt sind!

                        Erwähnenswerte Inhaltsstoffe sind:

                        Vitamin A (Sehkraft, Haut, Schleimhaut, schützt die Leber)        

                        Vitamin B (Nervenvitamin, am Kohlenhydrat-, Eiweiß-, und Fettstoffwechsel beteiligt, Haut, Augen)

                        Vitamin C (stärkt Abwehrkraft, inaktiviert Gifte, Aufnahmefähigkeit für Eisen wird gesteigert)

                        Vitamin H (Nahrung für Haut, Haare und Nägel)

                        Mangan (steigert Vitamin B1-Verwertung, Gelenke und Knochen (Enzymbestandteil))

                        Kupfer (Sauerstofftransport (Enzymbestandteil), Blutfarbstoffaufbau

                        Calcium (Aufbau von Knochen und Zähnen, Blutgerinnung, Durchlässigkeit der Zellwände)

                        Magnesium (Erregbarkeit von Muskeln und (Enzymbestandteil), Nerven)

                        Selen (Immunsystem, Blutzuckerspiegel)

                        Zink (Insulinaufbau (Enzymbestandteil), Hautunreinheiten)

                        Eisen (Sauerstofftransport wird gesteigert (Enzymbestandteil), Blutfarbstoffaufbau)

                         

                        Die natürlich vorkommenden Bifidus-Bakterien in unserem Darm werden gestärkt und regulieren die Darmtätigkeit. Keine Angst vor Blähungen! Wer auf vollwertige Nahrung umsteigt, kann schon über Blähungen klagen. Diese klingen aber nach ein paar Tagen ab. Erleichterung bringt die Vermeidung von allen Fabrikzuckerarten, Essen von gekochtem Obst und Spaziergänge an der frischen Luft!

                        Du findest Topinambur in Naturkostläden und manchmal beim Hofer. Du kannst sie aber (für den Raum Wien und Niederösterreich Nord) auch von uns haben, wenn der Boden nicht gefroren ist. Die Knollen können das ganze Jahr über im Boden bleiben und werden von Oktober bis März geerntet. Danach treiben sie aus, werden riesige Gewächse, die zarten Sonnenblumen ähneln (sind auch verwandt). Die Blüten verwenden wir für Tees und Tinkturen, die eine ähnliche Wirkung wie die Knollen haben.

                         

                        Du interessierst Dich für Heilkräuter und ihre Anwendung? Eine Auswahl davon haben wir in unserem Skriptum „Hausapotheke und Co.“ Zusammengestellt, das Du für 15,– erwerben kannst. Darin finden sich viele Anwendungsmöglichkeiten und Rezepte. Oder Du besuchst ab März unseren Hausapothekenkurs, wo wir die Heilkräuter selbst sammeln und verarbeiten.

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