Trance-Haltungen: Buchtipp / Neuerscheinung

Sammelband zum Thema Ganzheitsmedizin neu erschienen

 

Das Infomed – Institut für Ganzheitmedizin E.V. hat den zweiten Band seiner Buchreihe zur Ganzheitsmedizin (Titel: „Ganzheitsmedizin II: Der Weg von Heilung, Gesundheit und Frieden im Innen und Außen“) herausgegebenarin enthalten ist ein Kapitel von Andrea Scheutz: „Rituelle Körperhaltung und Ekstatische Trance nach Felicitas Goodman“.

Im Kapitel lässt Andrea Scheutz die Leserschaft an in ihrer langjährigen Berufserfahrung gewonnenen Erkenntnissen zur Wirksamkeit von Trancehaltungen teilhaben.

Auszug aus dem Text zum Thema „Rituelle Körperhaltung und Ekstatische Trance nach Felicitas Goodman“

Buchcover Ganzheits-Medizin IIÄngste, das Gefühl von verminderter Selbstwirksamkeit und damiteinhergehendes subjektives Wohlbefinden sind große Themen in einer Zeit der Veränderung, der wir uns jetzt ausgesetzt fühlen. Inwieweit Trance-Erleben uns bei der Bewältigung schwieriger Herausforderungen unterstützen kann, wird in dieser Arbeit untersucht.
Die Bezeichnung Trance wird für recht heterogene Bewusstseinszustände verwendet. Felicitas Goodman, inspiriert durch die Vorlesungen von Erika Bourgignon über Religionssysteme nichtwestlicher Gesellschaften, widmete ihre Arbeit der sogenannten „religiösen“ oder „ekstatischen“ Trance und stellt dabei fest: “(…) in Trance zu fallen ist eine angeborene Fähigkeit, ein Teil unseres Erbgutes, genauso wie die Fähigkeit zu gehen oder zu schlafen (Goodman 1994, S.48)“.

Sie machte 1977 eine überraschende Entdeckung: Die Körperhaltungen,die uns in Form von Abbildungen auf Felswänden, Tontöpfen und meist kleinen, solitären Statuen aus der Kunst längst vergangener Kulturen erhalten geblieben sind, stellen in sich geschlossene Heilrituale dar (Goodman 2000, S. 37). Ohne die uns meist unbekannte Kultur kennen und übernehmen zu müssen, kann in Begleitung rhythmischer Anregung visionäres Erleben erfahren werden.

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Heilen im schamanischen Sinn bedeutet, das Gleichgewicht und die Ganzheit wiederzugewinnen und zu erhalten. So gibt es neben dem körperlichen Aspekt einer Erkrankung auch noch den emotionalen und spirituellen Aspekt. „Ein Heilritual führt häufig zu tief greifenden Veränderungen in der Seele und dem damit eng verbundenen Immunsystem – eine gute Voraussetzung zur Mobilisierung der eigenen Heilkräfte, zur Gesundung des ganzen Menschen“ (Goodman/Nauwald, 1998, S. 82). Der folgende Artikel beleuchtet die Frage der Veränderung des subjektiven Wohlbefindens, der Befindlichkeit, der Angst bzw. Ängstlichkeit, der Selbstwirksamkeit und der generalisierten Kontrollüberzeugungen durch die Rituellen Körperhaltungen und Ekstatische Trance nach Felicitas Goodman.

Sammelband-Kapitel Scheutz